Von Herrn Teedje Dörner erhielt ich kürzlich eine E-mail mit folgendem Text, den ich gerne hier wiedergeben möchte:

 

"Mitte 2000 haben meine Frau und ich an dem Logger-Race Bremerhaven-Helgoland-Bremerhaven teilgenommen. Am Start waren neun ehemalige Heringslogger, die als Segelschiffe zum Teil weltweit die Meere "unsicher" machen. Da ich der einzige befahrene Loggerjantje war, wurde ich gebeten, meine Eindrücke ins Bordbuch zu schreiben.In der Kürze der Zeit habe ich die Erinnerungen von damals mit den neuen Erfahrungen dieser Reise auf dem Segellogger "OBAN" aus den Niederlanden verglichen".

 

 

Logger

Teedje Dörner

 

Logger auf Fangreise

Wieder mal Abschied

Endlose Tage und Nächte

Hiev up - hiev up - hiev up

Harte Arbeit in schwerer See

Viele sind geblieben

Vorbei

Spuren im Sturm

 

 

Logger auf Segeltörn

Frohe Erwartung

Fröhliche Menschen

Segel im Wind

Ein schöner Neubeginn

Erinnerungen

Neues Leben für alte Schiffe

He geiht, hiev up

 

Herr Fred Böker schickte mir freundlicherweise drei Gedichte, die gut auf diese Seite passen. Die Inspiration zu dem Gedicht "Das Meer" hatte er an Bord der Fähre MS PASIPHAE PALACE auf der Überfahrt von Venedig nach Patras.

 

 

Das Meer am Morgen

 Das Meer am Morgen
Unberührt, still liegt es da
Bedeckt mit dem Schleier
Dem Hauch, dem Atem der Nacht
Der Frische, der Kühle
Gerade erwachend. Neu geboren
Lädt es Dich ein
Hineinzutauchen
Dich einzulassen
Dich hinzugeben
Dem Wasser und den Wellen
Zu gleiten, zu schweben
Den Wellen folgend
Dich wahrzunehmen
Dich zu spüren
Dich umströmen zu lassen
Dich treiben zu lassen
Gibt es Dir die Chance
Dich neu zu gebären
Wie neu geboren herauszusteigen
Umspült vom Strudel
Der Gefühle
Neu, Anfang
Neues Leben
Jeden Morgen
Neu lässt Du Dich ein
Jeder Tag ein neues Leben
Jeder Tag ein Lebenstag
Jede Nacht gehst Du schwanger mit Dir
Holst Du dir die Kraft zum Leben

                                                        Fred Böker

 

 

 

Das Meer am Abend

Golden, rotbeglänzt
Legt es die Sonne zur Ruhe
Nimmt sie auf in sein Bett
Und erntet ein sanftes Lächeln
Ein letzter Kuss gleitet übers Meer
Lange noch sichtbar am Horizont
Geht auch das Meer der Ruhe entgegen
Zieht es die Decke über den Kopf
Verhalten nur noch die Wellen
Als wollten sie nicht stören
Als Nachtbeleuchtung der Mond
Mit silbernem Streif
Die Sterne als Laternen
Vermitteln den Frieden der Nacht.

                                                Fred Böker

 

Das Meer

weit, unendlich weit das Meer
Meer, so weit das Auge reicht
Wellen, große, kleine in den großen
kräuseln, wellen das Meer
So weit Du schaust
Wellen schäumen vor Freude
wellen sie immer weiter
Im Glatten sich vereinend
Im unendlichen
Dort, wo Himmel und Erde
Himmel und Wasser
Wasser und Luft sich vereinen
Sich berühren, zu eins werden
Die Ferne des Horizonts
Ist Dein Ziel
Kommst Du immer näher
Bleibt es ewig gleich
Unendlich weit
Das Ziel
Schaust Du den Wellen nach
Folgst Du ihrem Spiel
Ihrem Tanz
In die Ferne
Wähnst Du Dich am Saum
des Horizonts
Glücklich dort, wo Himmel
und Erde, Wasser und Luft
sich berühren
Gehst Du mit den Augen am Horizont
Bist Du am Ziel, am Ende
Und dann?
Ist es Ende, ist es Anfang?
Ist es beides?
Es ist weit, unendlich weit
Es ist schön, unendlich schön
Es bleiben Fragen, viele Fragen
unendlich viele Fragen

                                          Fred Böker

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